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2008: Das schlimmste Börsenjahr der letzten Jahrzehnte

Die internationale Finanzmarktkrise diktierte 2008 das Geschehen an den Börsenplätzen weltweit. Gleich zu Beginn des Jahres sorgten massive Wertberichtigungen in den Portfolios internationaler Finanzinstitute für einen scharfen Einbruch der Aktienmärkte. Nachrichten über den dringenden Kapitalbedarf einiger US-Anleiheversicherer sowie deutscher Landesbanken und den Notverkauf der fünftgrößten US-Investmentbank führten zu weiteren Kursrückgängen im ersten Quartal 2008.

Nach der Berichtssaison zum vierten Quartal 2007 beruhigten sich die Aktienmärkte dank positiver Signale bis Ende Mai 2008, bevor zunehmende Rezessionsängste und Berichte über Kapitalbedarf verschiedener Finanzinstitute eine neue Abwärtsbewegung auslösten. Mitte September sorgten dann Meldungen über einen weiteren Notverkauf einer US-Investmentbank, den bevorstehenden Kollaps des weltweit größten Versicherers sowie vor allem die Insolvenz der viertgrößten US-Investmentbank für nachhaltige Panik an den Märkten: Der Dax und der Dow Jones brachen trotz massiver Zinssenkungen der Notenbanken bis Ende Oktober um 20 % ein, während der Nikkei 225 Index sogar 30 % verlor.

Erst umfangreiche Staatsgarantien, Rettungspakete und Stützungsmaßnahmen der US-Regierung, der deutschen Bundesregierung und weiterer Staaten verhinderten Anfang November einen Kollaps des weltweiten Finanzsystems. Enttäuschende Quartalszahlen vieler Unternehmen, Nachrichten über ein rückläufiges Bruttoinlandsprodukt der USA, Deutschlands und anderer Länder sowie Berichte über stark sinkende Auftragseingänge schürten jedoch neue Rezessionsängste. Im Dezember schließlich erschütterte der die Größenordnung von 50 Mrd. USD umfassende Betrugsskandal eines Vermögensverwalters die internationale Finanzwelt.

Während der Dow Jones 2008 insgesamt 34 % verlor, beendete der Dax das Berichtsjahr mit einem Minus von 40 % bei 4.810 Punkten. Der MDax büßte sogar 43 % ein und schloss am Jahresende mit 5.602 Punkten.