Hauptnavigation

Nordeuropa

In den Märkten Nordeuropas streben wir insbesondere im Bereich der Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit eine führende Position an. Generell präferieren wir Kundenbeziehungen, die auf Langfristigkeit ausgerichtet sind. Dort, wo wir Loyalitätsaspekte nicht gegeben sehen, zeichnen wir unser Geschäft opportunistisch.

+++Keine negativen Auswirkungen aus Folgen der Finanzmarktkrise in Nordeuropa+++

Unverändert waren die nordischen Länder im Berichtsjahr durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Talsohle bezüglich der Ratenentwicklung im Originalgeschäft 2008 durchschritten wurde. Auf dem Rückversicherungsmarkt herrschten insbesondere bei Deckungen für Katastrophen, Sach- und Unfallversicherungen deutlich kompetitive Bedingungen. Lediglich in den Haftpflichtsparten blieben die Preise stabil, sodass wir vermehrt Kapazität in diesen Sparten zur Verfügung gestellt haben.

Dänemark führte im Berichtsjahr mit einer Haftung für potenzielle Baumängel ein neues Versicherungsprodukt in den Markt ein. Der Abschluss einer solchen Police ist bei Neubauten nun bereits mit dem Bauantrag nachzuweisen. Wir rechnen angesichts dieser Vorschrift mit attraktiven neuen Geschäftsmöglichkeiten.

Hohe Abschreibungen als Folge der Finanzmarktkrise trafen im Berichtsjahr auch die Erstversicherer im Norden Europas, besonders in Island. Die Verstaatlichung der drei größten Banken und die damit verbundenen Probleme für isländische Captive-Gesellschaften - als Eigentümer der großen Erstversicherer - sind immens, und die Konsequenzen dieser Entwicklung sind derzeit noch nicht zu überschauen. Es steht zu erwarten, dass die Unternehmen ausländische Versicherungstöchter verkaufen werden. Aus diesen Umständen erwartet die Hannover Rück jedoch keine negativen Auswirkungen auf ihre Rückversicherungstätigkeit.

Die Prämieneinnahmen für Nordeuropa reduzierten sich 2008 leicht. Schadenseitig sind wir mit der Situation durchaus zufrieden: Die Frequenz der Feuerschäden nahm im Berichtsjahr ab, sodass sich unsere Basis-Feuerschadenquote verringerte. Für einen Feuer-Großschaden in Finnland gehen wir auf Basis der vorliegenden Schadeninformationen von einer Belastung im unteren einstelligen Millionbereich aus.