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Entwicklung der Ergebnissituation

Wie auch in den Vorjahren bleiben die wesentlichen Einflussfaktoren für die Ergebnissituation der Personen-Rückversicherung unverändert die folgenden:

  • Verlauf der drei biometrischen Risiken Sterblichkeit, Morbidität und Langlebigkeit, strukturelles Risiko der Bestandsfestigkeit sowie bei Verträgen der Finanzierungsrückversicherung einzelkundenbezogenes Kreditrisiko,
  • Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte sowie der Währungskurse insbesondere bei den für uns relevanten Währungen EUR, GBP, USD, AUD und ZAR,
  • Entwicklung der eigenen Verwaltungskosten.

Dabei gewann im Berichtsjahr – im Zusammenhang mit den bekannten Turbulenzen und Verwerfungen – die Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten eine besondere Relevanz, die unsere Ergebnissituation in erheblichem Maße geprägt hat.

Beim biometrischen Risiko der Sterblichkeit, dem wir im Wesentlichen durch unsere Übernahmen aus Großbritannien, Südafrika, Australien und den asiatischen Märkten ausgesetzt sind, ist eine insgesamt sehr zufriedenstellende Situation zu beobachten, auch wenn wir in Großbritannien bei einzelnen Zedenten im Zusammenhang mit der Initiative „Treating Customers Fairly“ eine leicht erhöhte Schadenquote registriert haben.

+++ Turbulenzen an den Kapitalmärkten beeinflussen Ergebnissituation +++

Bei der Morbidität handelt es sich um eine Zusammenfassung unterschiedlicher Risikoprofile aus Critical-Illness-Deckungen, US-amerikanischen Senioren-Krankenzusatzversicherungen, Pflegerenten und den üblichen Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen deutscher und französischer Provenienz sowie australischer Invaliditätsrenten. Auch Arbeitslosigkeitsdeckungen, die in vielen Märkten im Zusammenhang mit der Absicherung von Konsumentenkrediten angeboten werden, gehören in diese Kategorie. Hier ist der Risikoverlauf sehr differenziert ausgefallen: Sehr gut stellte er sich bei Critical-Illness-Deckungen und Pflegerenten, etwas schwächer bei US-Krankenzusatzversicherungen und weniger günstig bei Berufsunfähigkeitsrenten aus dem australischen Markt dar.

Das Langlebigkeitsrisiko spielt für uns seit vielen Jahren wegen der Marktführerschaft im britischen Markt eine besondere Rolle; hier analysieren wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden kontinuierlich anhand umfangreicher aktuarieller Methoden die kurz-, mittel- und langfristigen Trends dieser Risikokategorie. Im Berichtsjahr lag der Risikoverlauf im erwarteten Rahmen.

Bestandsfestigkeitsrisiko und Kreditrisiko haben im Berichtsjahr keine Besonderheiten gezeigt – auch wenn eine internationale Großverbindung mit Stammsitz in den USA, bei der wir mehr als 40 einzelne Lebensversicherer rückversichern, im Zusammenhang mit finanziellen Problemen der Holdinggesellschaft von den Ratingagenturen stark abgewertet wurde. Diese Abwertung hat zurzeit keine erkennbare Auswirkung auf den Verlauf der Rückversicherungsverträge.

Geografische Verteilung der Personen-Rückversicherung (in % der Bruttoprämie)

Geografische Verteilung der Personen-Rückversicherung (Tortendiagramm)

Gravierend war jedoch im Berichtsjahr der Einfluss des Kapitalmarkt- und Währungsrisikos. Beim Kapitalmarktrisiko ist zu beachten, dass die einzelnen Operationen der Hannover Life Re kaum Dividendentitel oder Aktien in ihrem Anlageportefeuille haben. Allerdings halten wir ein hochwertiges Portefeuille von festverzinslichen Wertpapieren einschließlich Unternehmensanleihen, das den aktuariellen Ansprüchen an einen Durations- und Währungsausgleich bestmöglich entspricht.

Insgesamt betrug das Kapitalanlageergebnis für die Personen-Rückversicherung 245,5 Mio. EUR (293,9 Mio. EUR); dies entspricht einem Rückgang von 16,4 %.

Unverändert messen wir schlanken Prozessen und einer flachen Managementstruktur in allen unseren operativen Einheiten eine hohe Bedeutung bei. Mit internen administrativen Kosten von 70 Mio. EUR – dies entspricht einer Kostenquote von 2,2 % der gebuchten Bruttoprämie – sind wir auch im Berichtsjahr der Kostenführer unter den renommierten internationalen Personen-Rückversicherern.

Das operative Ergebnis (EBIT) für das Geschäftsfeld Personen-Rückversicherung betrug 120,7 Mio. EUR (229,8 Mio. EUR). Der deutliche Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem negativen Sondereffekt in Höhe von 72,1 Mio. EUR (20,0 Mio. EUR) durch die gebotene Marktwertbewertung für bei Kunden hinterlegte Kapitalanlagen. Ohne diesen Einfluss hätte das operative Ergebnis 192,8 Mio. EUR betragen. Die EBIT-Rendite liegt bei 4,3 %; sie blieb damit hinter dem Vorjahr und unseren Zielvorstellungen von 6,5 % bis 7,5 % zurück (ohne den negativen Sondereffekt läge sie bei 6,9 %).

Im Berichtsjahr haben wir ein Lebens- und Rentenversicherungsportefeuille in den Kapitalmarkt transferiert. Mit der als „L7“ bezeichneten Transaktion wurden zukünftige Erträge in liquide Mittel umgewandelt und ein Portefeuillewert von 100 Mio. EUR realisiert.

Mit einer Steuerquote von 29,4 % und nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug der Konzernüberschuss für das Geschäftsfeld Personen-Rückversicherung 78,3 Mio. EUR (187,7 Mio. EUR). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von 0,65 EUR (1,57 EUR).