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Deutschland

Im deutschen Markt trat zum 1. Januar 2008 das neue Versicherungsvertragsgesetz in Kraft. Wichtige Ziele dieser Novelle sind die Erhöhung der Transparenz bei Lebensund Rentenpolicen, erhöhte Leistungen bei frühzeitiger Stornierung von Policen sowie eine zeitnahe Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven der Lebensversicherer.

Die Umsetzung der Reform hat bei den Anbietern erhebliche Ressourcen gebunden, vor allem bei der Umstellung der internen Prozesse; auch die Umgestaltung der Vertriebsprozesse hat sich in einer – insbesondere im ersten Halbjahr 2008 sichtbaren – Belastung des Neugeschäfts ausgewirkt.

Profitieren konnte das Neugeschäft dagegen von den staatlich geförderten Riester-Renten, bei denen zum Jahresanfang 2008 die vierte und damit letzte Förderungsstufe wirksam wurde. Diese Stufe haben viele Bestandskunden zu einer substanziellen Anhebung von Prämien und Leistungen genutzt.

Innerhalb der Hannover Rück-Gruppe wird der deutsche Markt von der E+S Rück betreut, deren Prämieneinnahmen 2008 im Bereich der Personen-Rückversicherung mit 381,9 Mio. EUR (428,6 Mio. EUR) rückläufig ausfielen. Wesentliche Ursache dieser Entwicklung waren die weitere planmäßige Abwicklung einer Großtransaktion aus dem Jahre 2004, aber auch die Reduzierung unseres Engagements bei der Finanzierung von Abschlusskosten im deutschen Markt. Im vierten Quartal 2008 konnte eine mittelgroße Block-Transaktion mit einem westdeutschen Lebensversicherer abgeschlossen werden, die eine geplante Laufzeit von zehn Jahren hat. Das operative Ergebnis (EBIT) zeigte sich 2008 positiv.

Ein Schwerpunktthema nehmen für uns Versicherungslösungen für die sogenannte Generation 60+ ein, speziell im Bereich der Pflegerenten-Versicherung. Hier haben wir eine besondere Kompetenz erworben, die auf ein zunehmendes Interesse für diese in Deutschland noch wenig verbreitete Form der privaten Risikovorsorge stößt.