Werttreiber
Wertmanagement beschränkt sich nicht auf die Festlegung und Ermittlung einer wertorientierten Kennzahl, sondern schließt auch die Definition sogenannter Werttreiber ein. Diese beschreiben Handlungsfelder, über die die Wertschöpfung zu beeinflussen ist.
Wenn man diese Werttreiber herausarbeiten möchte, muss man zunächst den IVC in einzelne Entscheidungsfelder aufteilen. Dieses Vorgehen ermöglicht es auch bei Performance-Messungen, z. B. im Zusammenhang mit Zielvereinbarungen, nur diejenigen IVC-Bestandteile zugrunde zu legen, auf deren Werttreiber die entsprechende Führungskraft Einfluss nehmen kann. So wird ein Underwriter am Standort Hannover nur das Entscheidungsfeld „Underwriting” zu verantworten haben, der Leiter einer Tochtergesellschaft aber auch alle anderen Entscheidungsfelder. Der IVC besteht auf Ebene der operativen Einheiten aus sechs Stufen; sein Detaillierungsgrad unterscheidet sich im Home Office und in unseren ausländischen Gesellschaften sowie in der Schaden- und der Personen-Rückversicherung:
- IVC aus Brutto-Underwriting (laufendes Geschäft)
- IVC aus Brutto-Abwicklung (Underwriting der Vorjahre)
- IVC aus Retrozession
- IVC aus Kapitalanlagen
- IVC aus Service-Center-Aktivitäten
- IVC aus Excess-Kapital
Die Definition des IVC für den Konzern soll möglichst nah am Jahresabschluss liegen, um auch für die externe Berichterstattung herangezogen werden zu können. Dagegen zielt die IVC-Berechnung der operativen Einheiten auf die explizite Identifikation von Werttreibern, die eine detailliertere Aufteilung des IVC erfordern.