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Prognosebericht

Für 2009 wird von einem Einbruch der Weltkonjunktur und einer sich fortsetzenden Rezession ausgegangen.

Die Finanzpolitik ist derzeit weltweit expansiv ausgerichtet. In Anbetracht der drastischen konjunkturellen Eintrübung und der Deflationsgefahr haben die Notenbanken ihre Zinspolitik deutlich gelockert. In den Vereinigten Staaten ist die Zentralbank Mitte Dezember 2008 zu einer Nullzinspolitik übergegangen. Um den wirtschaftlichen Abschwung zu dämpfen, wurden bereits Konjunkturprogramme in zahlreichen Ländern auf den Weg gebracht. Im Verlauf des Jahres werden vermutlich weitere Maßnahmen zur Konjunkturbelebung folgen. Trotz aller Bemühungen der Regierungen und Notenbanken um eine Stabilisierung des Finanzsektors und eine Stimulierung der Konjunktur wird die Weltwirtschaft 2009 voraussichtlich nur ein sehr geringes Wachstum aufweisen können.

Nachdem der Konsum in den Vereinigten Staaten bereits rückläufig ist, geben nun auch die Exporte nach. Dies dürfte sich in einem deutlich verringerten Bruttoinlandsprodukt widerspiegeln. Die Europäische Union erlebt den stärksten Produktionseinbruch seit ihrem Bestehen. Die In- und Auslandsnachfrage wird 2009 deutlich abnehmen und das reale Bruttoinlandsprodukt sinken. Auch die Aussichten für die Schwellenländer haben sich stark eingetrübt.

In Deutschland wird die Rezession vor allem von einem kräftigen Rückgang der Exporte getrieben. Ungewiss ist noch, ob die Maßnahmen der Bundesregierung zur Ankurbelung der Konjunktur greifen. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte 2009 schrumpfen. Unter der Bedingung, dass nicht neue Hiobsbotschaften den Abwärtstrend verfestigen, wäre in der zweiten Jahreshälfte eine allmähliche Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage zu erwarten.