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7.2 Versicherungstechnische Aktiva und Passiva

Versicherungstechnische Aktiva

Die Anteile der Retrozessionäre an den versicherungstechnischen Rückstellungen basieren auf den vertraglichen Vereinbarungen der zugrunde liegenden Rückversicherungsverträge. Für nähere Angaben verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den versicherungstechnischen Rückstellungen in diesem Kapitel sowie auf die Erläuterungen in Kapitel 6. „Management versicherungstechnischer und finanzieller Risiken“.

SFAS 60 „Accounting and Reporting by Insurance Enterprises“ verlangt die Aktivierung von Abschlusskosten als Vermögenswerte sowie deren Auflösung über die Gewinn- und Verlustrechnung proportional zu der verdienten Prämie.

Bei Rückversicherungsverträgen für fondsgebundene Lebensversicherungsverträge, die nach SFAS 97 als Universal-Life-Type-Verträge klassifiziert wurden, werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Versicherungsverträge proportional zu den erwarteten Gewinnmargen aus den Rückversicherungsverträgen aufgelöst. Für diese Verträge wurde ein Diskontierungszins verwendet, der auf dem Zins für mittelfristige Staatsanleihen basiert. Für Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag beziehen sich diese Werte auf die erwartete Policenlaufzeit oder Rentenzahlungszeit.

Bei der Personen-Rückversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten von Lebens- und Rentenversicherungen mit laufender Prämienzahlung unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, der erwarteten Rückkäufe, der Stornoerwartungen und der erwarteten Zinserträge ermittelt.

Bei der Schaden-Rückversicherung werden Abschlusskosten, die direkt mit dem Abschluss oder der Erneuerung von Verträgen im Zusammenhang stehen, für den unverdienten Teil der Prämie abgegrenzt.

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Entwicklung der abgegrenzten Abschlusskosten

in TEUR 2008 2007
Bilanzwert zum 31.12. Vj. 1.807.143 1.980.102
Währungsumrechnung zum 1.1. -100.923 -94.434
Anfangsbestand zum 1.1. Gj. 1.706.220 1.885.668
Veränderungen im Konsolidierungskreis -77
Zugänge 538.673 408.643
Amortisationen 411.062 491.650
Portefeuilleeintritte/-austritte 12.551 -128
Währungsumrechnung zum 31.12. 14.478 4.610
Bilanzwert zum 31.12. Gj. 1.860.783 1.807.143

Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Kapitel 3.2 „Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs und Bewertungsmethoden“.

Im Folgenden wird die Altersstruktur der zum Bilanzstichtag nicht wertberichtigten, jedoch als überfällig eingestuften Abrechnungsforderungen dargestellt.

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Altersstruktur der überfälligen Abrechnungsforderungen

in TEUR 2008 2007
  drei Monate
bis ein Jahr
über
ein Jahr
drei Monate
bis ein Jahr
über
ein Jahr
Abrechnungsforderungen 55.986 79.077 92.345 64.535

Den Zahlungseingang aus den zum Datum der Sollstellung fällig gestellten Abrechnungsforderungen erwarten wir im Rahmen unseres Forderungsmanagements innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten, den wir ebenfalls bei der Risikoanalyse berücksichtigen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Kapitel 6.5 „Kreditrisiken”.

Die Ausfallrisiken der Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft werden durch Einzelbetrachtungen ermittelt und berücksichtigt.

Die Wertberichtigungen auf Abrechnungsforderungen, die wir auf Wertberichtigungskonten erfassen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

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Wertberichtigungen auf Abrechnungsforderungen

in TEUR 2008 2007
Entwicklung der Wertberichtigungen    
Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. Vj. 127.733 76.626
Währungsumrechnung zum 1.1. Gj. -2.011 5.839
Kumulierte Wertberichtigungen nach Währungsumrechnung 129.744 70.787
Wertberichtigungen des Gj. 46.949 52.534
Zuschreibungen 26.203 18.709
Zuführung/Auflösung -24.917 23.121
Kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. Gj. 125.573 127.733
     
Bruttobuchwert der Abrechnungsforderungen zum 31.12. Gj. 2.927.335 2.653.604
Wertberichtigungen 125.573 127.733
Nettobuchwert der Abrechnungsforderungen zum 31.12. Gj. 2.801.762 2.525.871

Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr Einzelwertberichtigungen auf die Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle vorgenommen. Wir verweisen auf die entsprechenden Erläuterungen zu der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in diesem Kapitel.

Zu den aus versicherungstechnischen Vermögenswerten resultierenden Kreditrisiken verweisen wir zusätzlich auf unsere Ausführungen in Kapitel 6. „Management versicherungstechnischer und finanzieller Risiken“.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Zur Darstellung der im Selbstbehalt verbleibenden versicherungstechnischen Nettorückstellungen werden in der nachfolgenden Aufstellung die Bruttorückstellungen und die entsprechenden Anteile der Retrozessionäre, die in der Bilanz als Aktivposten auszuweisen sind, zusammenfassend gegenübergestellt.

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Versicherungstechnische Rückstellungen

in TEUR 2008 2007
  Brutto Retro Netto Brutto Retro Netto
Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
16.932.069 2.079.168 14.852.901 16.553.888 2.471.585 14.082.303
Deckungsrückstellung 5.913.075 159.151 5.753.924 6.143.460 255.076 5.888.384
Rückstellung für
Prämienüberträge
1.333.856 29.733 1.304.123 1.186.382 92.322 1.094.060
Sonstige versicherungs-
technische Rückstellungen
156.996 9.928 147.068 183.725 5.574 178.151
Gesamt 24.335.996 2.277.980 22.058.016 24.067.455 2.824.557 21.242.898

Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bemessen sich grundsätzlich nach den Aufgaben der Zedenten. Zusätzlich werden Rückstellungen für nicht gemeldete, bereits eingetretene Schäden (IBNR-Reserven) gebildet.

Bei einer bestimmten Gruppe von Verträgen des Geschäftsbereichs Hannover Re Advanced Solutions sind versicherungstechnische Rückstellungen mit Zinssätzen zwischen 6,5 % und 8,5 % (6,5 % und 8,2 %) abgezinst worden. Die Zinssätze bemessen sich nach den vertraglichen Vereinbarungen. Es handelt sich um Verträge, bei denen zwischen Abschluss und Ablaufzeitpunkt mindestens vier Jahre liegen. Das Abzinsungsvolumen beläuft sich auf 0,2 Mio. EUR (3,3 Mio. EUR). Die diskontierten Rückstellungen belaufen sich Ende 2008 auf 4,2 Mio. EUR (25,9 Mio. EUR).

Die Entwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Beginnend mit der Bruttorückstellung wird nach Abzug der Anteile der Rückversicherer die Veränderung der Rückstellung im Berichtsjahr und im Vorjahr gezeigt.

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Entwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

in TEUR 2008 2007
  Brutto Retro Netto Brutto Retro Netto
Bilanzwert zum 31.12. Vj. 16.553.888 2.471.585 14.082.303 17.596.325 3.048.496 14.547.829
Währungsumrechnung zum 1.1. -84.534 44.227 -128.761 -1.189.614 -265.602 -924.012
Anfangsbestand zum 1.1. Gj. 16.469.354 2.515.812 13.953.542 16.406.711 2.782.894 13.623.817
Aufwendungen für
Versicherungsfälle (f.e.R.)1)
           
Geschäftsjahr 4.039.386 451.563 3.587.823 3.704.393 329.803 3.374.590
Vorjahre 1.202.333 65.689 1.136.644 2.065.334 421.135 1.644.199
  5.241.719 517.252 4.724.467 5.769.727 750.938 5.018.789
davon ab:            
Schadenzahlungen (f.e.R.)            
Geschäftsjahr -1.079.533 -386.532 -693.001 -1.675.688 -135.737 -1.539.951
Vorjahre -3.817.633 -550.663 -3.266.970 -3.988.628 -971.697 -3.016.931
  -4.897.166 -937.195 -3.959.971 -5.664.316 -1.107.434 -4.556.882
Veränderungen
im Konsolidierungskreis
3.867 2.609 1.258
Einzelwertberichtigung
auf Retrozessionen
20.212 -20.212 -27.061 27.061
Portefeuilleeintritte/-austritte -9.337 -9.337 -4.094 291 -4.385
Währungsumrechnung
zum 31.12.
123.632 902 122.730 45.860 17.835 28.025
Bilanzwert zum 31.12. Gj. 16.932.069 2.079.168 14.852.901 16.553.888 2.471.585 14.082.303
1) Inkl. direkt im Eigenkapital erfasster Aufwendungen

Im Berichtsjahr wurden Einzelwertberichtigungen auf Retrozessionen, d. h. auf die Anteile der Rückversicherer an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, per Saldo in Höhe von 20,2 Mio. EUR (Vj. 27,1 Mio. EUR aufgelöst) gebildet, sodass in den Anteilen der Rückversicherer an dieser Rückstellung zum Bilanzstichtag kumulierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 46,7 Mio. EUR (26,4 Mio. EUR) berücksichtigt worden sind.

Der Gesamtwert der Netto-Rückstellung vor Einzelwertberichtigungen, auf den sich die nachfolgenden Darstellungen jeweils beziehen, belief sich zum Bilanzstichtag auf 14.806,2 Mio. EUR (14.055,9 Mio. EUR).

In der nachfolgenden Tabelle wird die Netto-Schadenrückstellung der Jahre 1998 bis 2008 für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des Geschäftsfelds Schaden-Rückversicherung sowie deren Abwicklung dargestellt (sog. Schadenabwicklungsdreieck).

Die Schadenrückstellungen beruhen naturgemäß zu einem gewissen Grad auf Schätzungen, die mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet sind. Der Unterschied aus letztjähriger und aktueller Einschätzung schlägt sich im Netto-Abwicklungsergebnis nieder. Darüber hinaus kommt es im Rückversicherungsgeschäft durch Rückversicherungsverträge, deren Laufzeit nicht dem Kalenderjahr entspricht oder die auf Zeichnungsjahrbasis abgeschlossen werden, regelmäßig dazu, dass Schadenaufwendungen nicht exakt dem Geschäfts- oder dem Vorjahr zugewiesen werden können. Dadurch wird insbesondere das erste Vorjahr gegebenenfalls verzerrt dargestellt. Aussagekräftige Analysen sind daher unseres Erachtens erst nach einem Zeitraum von mindestens zwei Jahren sinnvoll.

Ein maßgeblicher Einflussfaktor ist dabei auch die Wertentwicklung des Euros bezogen auf die wichtigsten Fremdwährungen. Trotz gegenläufiger Effekte bei anderen wichtigen Fremdwährungen führte insbesondere der Kursanstieg des US-Dollars im Vergleich zum Vorjahr um +5,0 % gegenüber dem EURo zu einem leichten Anstieg der Schadenrückstellungen auf Eurobasis.

Die Abwicklungsdreiecke zeigen die bilanzielle Abwicklung der zum jeweiligen Stichtag gebildeten Netto-Schadenrückstellung, die sich aus der Rückstellung für das jeweils aktuelle Jahr und die vorangegangenen Anfalljahre zusammensetzt. Dabei wird nicht die Abwicklung der Rückstellung einzelner Anfalljahre, sondern die Abwicklung der bilanziellen Rückstellung, die jährlich zum Stichtag gebildet wurde, ausgewiesen.

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Netto-Schadenrückstellung und deren Abwicklung

in Mio. EUR 1998
31.12.
1999
31.12.
2000
31.12.
2001
31.12.
2002
31.12.
2003
31.12.
2004
31.12.
2005
31.12.
2006
31.12.
2007
31.12.
2008
31.12.
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (laut Bilanz) 5.913,1 7.012,5 8.482,0 12.182,7 12.863,4 13.462,2 13.120,7 14.295,9 13.279,8 12.718,2 13.354,1
Kumulierte Zahlungen für das betreffende Jahr und Vorjahre                      
ein Jahr später 1.448,3 1.583.3 2.108,2 2.242,2 2.118,1 3.622,7 4.495,8 3.051,1 2.664,8 2.476,2  
zwei Jahre später 2.230,6 2.497.7 3.111,9 3.775,1 5.024,4 7.322,2 6.611,0 5.072,2 4.389,8    
drei Jahre später 2.711,7 3.226,2 4.174,2 6.032,1 7.764,8 8.780,2 7.590,1 6.204,5      
vier Jahre später 3.186,5 3.897,6 5.745,1 8.588,5 8.909,0 9.518,8 8.356,3        
fünf Jahre später 3.561,1 5.119,7 7.581,3 9.399,8 9.467,1 10.101,6          
sechs Jahre später 4.341,1 6.146,0 8.114,1 9.786,1 9.896,7            
sieben Jahre später 4.816,5 6.509,9 8.405,2 10.122,4              
acht Jahre später 5.122,7 6.785,1 8.610,9                
neun Jahre später 5.311,4 6.915,0                  
zehn Jahre später 5.409,6                    
Nettorückstellung für das betreffende Jahr und Vorjahre zzgl. der bislang geleisteten Zahlungen auf die ursprüngliche Rückstellung                      
am Ende des Jahres 5.913,1 7.012,5 8.482,0 12.182,7 12.863,4 13.462,2 13.120,7 14.295,9 13.279,8 12.718,2 13.354,1
ein Jahr später 6.363,0 7.525,6 9.421,6 11.604,4 11.742,7 13.635,5 14.433,1 13.074,2 12.365,8 12.171,4  
zwei Jahre später 6.539,5 7.750,5 8.878,0 10.477,4 11.844,8 14.236,6 13.532,6 12.366,0 11.868,5    
drei Jahre später 6.512,1 7.311,6 8.186,1 10.743,8 12.373,3 13.596,5 13.061,2 11.977,1      
vier Jahre später 6.232,7 6.769,4 8.354,1 11.543,6 11.730,7 13.307,4 12.770,8        
fünf Jahre später 5.772,0 6.820,9 9.102,6 11.051,2 11.666,2 13.122,5          
sechs Jahre später 5.694,2 7.368,0 8.755,6 11.164,1 11.686,0            
sieben Jahre später 6.036,4 7.142,1 8.864,3 11.219,1              
acht Jahre später 5.841,2 7.212,2 8.935,7                
neun Jahre später 5.860,7 7.267,8                  
zehn Jahre später 5.901,8                    
Abwicklungsergebnis der Schadenrückstellung -41,1 -55,6 -71,4 -55,0 -19,9 184,9 290,4 388,9 497,9 546,7  
davon Währungskurseinfluss -13,0 -19,1 -17,1 27,8 30,8 10,4 -1,9 14,6 33,1 24,5  
Abwicklungsergebnis ohne Währungskurseinfluss -54,0 -74,7 -88,5 -27,1 10,9 195,3 288,5 403,5 530,9 571,3  
in Prozent -0,9 -1,0 -1,0 -0,2 0,1 1,5 2,2 3,3 4,3 4,5  

Laufzeiten der versicherungstechnischen Rückstellungen

Nach IFRS 4.38 i. V. m. 4.39(d) sind Angaben erforderlich, mit deren Hilfe Höhe und Zeitpunkt der aus Rückversicherungsverträgen zu erwartenden Kapitalflüsse verdeutlicht werden können. In den nachfolgenden Tabellen haben wir die versicherungstechnischen Rückstellungen nach deren erwarteten Restlaufzeiten gegliedert. Im Rahmen der Laufzeitenanalyse haben wir die zu Absicherungszwecken für diese Rückstellungen gestellten Depots unmittelbar abgezogen, da die Mittelzu- und -abflüsse aus diesen Depots direkt den Zedenten zuzurechnen sind. Zu weiteren Erläuterungen hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung der Rückstellungen verweisen wir auf Kapitel 3.2 „Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs und Bewertungsmethoden“.

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Laufzeiten der versicherungstechnischen Rückstellungen

in TEUR 2008
  Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Deckungsrückstellung
  Brutto Retro Netto Brutto Retro Netto
innerhalb eines Jahres 4.550.519 632.338 3.918.181 140.488 2.335 138.153
zwischen einem und fünf Jahren 6.548.143 871.076 5.677.067 211.262 35.046 176.216
zwischen fünf und zehn Jahren 2.346.469 243.109 2.103.360 308.077 2.154 305.923
zwischen zehn und zwanzig Jahren 1.869.407 190.691 1.678.716 481.841 4.403 477.438
nach mehr als zwanzig Jahren 985.265 54.036 931.229 423.293 3.182 420.111
  16.299.803 1.991.250 14.308.553 1.564.961 47.120 1.517.841
Depots 632.266 134.666 497.600 4.348.114 112.031 4.236.083
Gesamt 16.932.069 2.125.916 14.806.153 5.913.075 159.151 5.753.924
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in TEUR 2007
  Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Deckungsrückstellung
  Brutto Retro Netto Brutto Retro Netto
innerhalb eines Jahres 4.273.520 784.908 3.488.612 96.918 1.149 95.769
zwischen einem und fünf Jahren 6.102.419 965.745 5.136.674 204.984 6.561 198.423
zwischen fünf und zehn Jahren 2.040.895 267.452 1.773.443 311.282 32.723 278.559
zwischen zehn und zwanzig Jahren 1.884.577 261.773 1.622.804 602.423 10.077 592.346
nach mehr als zwanzig Jahren 1.496.619 62.866 1.433.753 375.428 5.750 369.678
  15.798.030 2.342.744 13.455.286 1.591.035 56.260 1.534.775
Depots 755.858 155.280 600.578 4.552.425 198.816 4.353.609
Gesamt 16.553.888 2.498.024 14.055.864 6.143.460 255.076 5.888.384

Die durchschnittliche Laufzeit der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beträgt 5,5 Jahre (6,1 Jahre), nach Berücksichtigung der entsprechenden Retrozessionsanteile 5,7 Jahre (6,4 Jahre). Die Deckungsrückstellung weist eine durchschnittliche Laufzeit von 14,2 Jahren (13,2 Jahren) – auf Nettobasis 14,4 Jahre (13,3 Jahre) – auf.

Die durchschnittliche Laufzeit der Rückstellungen wird durch die aktuarielle Projektion der erwarteten zukünftigen Zahlungen bestimmt. Für jede homogene Klasse unseres Geschäfts unter Berücksichtigung der Branche, geografischer Aspekte, Vertragsform und Art der Rückversicherung wird ein Zahlungsmuster berechnet und auf die ausstehenden Verbindlichkeiten pro Zeichnungsjahr und Abwicklungsstand angewendet.

Die Zahlungsmuster werden mittels aktuarieller Schätzverfahren ermittelt und bei Veränderungen im Zahlungsverhalten und externen Einflüssen angepasst. Zusätzlich können Großschäden die Berechnungen verzerren, sodass diese getrennt unter Anwendung von Vergleichsmustern oder ähnlichen Schäden betrachtet werden. Die benutzten Zahlungsmuster können Jahr für Jahr durch Vergleich der projizierten Zahlungen mit den tatsächlichen Realisationen verglichen werden.

Traditionell haben Verbindlichkeiten in der Haftpflicht- und Kraftfahrtrückversicherung lange Laufzeiten von z. T. über 20 Jahre, während im Sachgeschäft die Verbindlichkeiten innerhalb der ersten zehn Jahre ausgeglichen werden.

Für Lebens-, Renten-, Unfall- und Krankenrückversicherungsverträge wird eine Deckungsrückstellung gestellt. Basierend auf der Dauer dieser Verträge werden für Lebens- und Rentenpolicen langfristige und für Kranken- und Unfallgeschäft im Wesentlichen kurzfristige Rückstellungen gebildet.

Dabei fließen in die Kalkulation der Deckungsrückstellung die folgenden Parameter ein:

1.Zinserträge;
2.Rückkaufsraten;
3.Sterbe- und Invaliditätsraten.

Basierend auf dem jeweiligen Land, dem Produkttyp, dem Anlagejahr, etc. ergeben sich für die ersten beiden Komponenten unterschiedliche Werte. Die Wahl der verwendeten Sterbe- und Erkrankungsraten basiert auf nationalen Tafeln und dem Standard der Versicherungsindustrie. Darüber hinaus werden Erfahrungswerte des rückversicherten Portefeuilles berücksichtigt. Dabei fließen Erkenntnisse über Geschlechts-, Alters- und Raucherstruktur ein; aber auch Faktoren wie Produkttyp, Vertriebskanal und die Frequenz der Prämienzahlung der Versicherungsnehmer finden Berücksichtigung.

Bereits zu Beginn eines jeden Rückversicherungsvertrages werden für die Berechnung der Deckungsrückstellung Annahmen über die oben genannten drei Parameter getroffen und festgehalten („locked in“). Parallel dazu werden Sicherheits- bzw. Schwankungszuschläge in jede dieser Komponenten eingearbeitet. Um ständig gewährleisten zu können, dass die ursprünglich gewählten Annahmen auch während des Vertragsverlaufs ausreichend sind, werden regelmäßig - üblicherweise jährlich - Kontrollen durchgeführt, ob Anpassungen vorgenommen werden müssen („unlocked“).

Die Deckungsrückstellung wird nach den in SFAS 60 festgelegten Grundsätzen gebildet. Die Reserven basieren im Wesentlichen auf dem Erkenntnisstand der Konzerngesellschaften für Sterblichkeiten, Zins und Storno.

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Entwicklung der Deckungsrückstellung

in TEUR 2008 2007
  Brutto Retro Netto Brutto Retro Netto
Bilanzwert zum 31.12. Vj. 6.143.460 255.076 5.888.384 6.109.154 447.537 5.661.617
Währungsumrechnung
zum 1.1.
-483.382 -3.106 -480.276 -324.136 -3.763 -320.373
Anfangsbestand
zum 1.1. Gj.
5.660.078 251.970 5.408.108 5.785.018 443.774 5.341.244
Veränderungen 454.040 32.698 421.342 436.704 38.770 397.934
Portefeuilleeintritte/-austritte -147.315 -125.628 -21.687 -58.727 -227.707 168.980
Währungsumrechnung
zum 31.12.
-53.728 111 -53.839 -19.535 239 -19.774
Bilanzwert zum 31.12. Gj. 5.913.075 159.151 5.753.924 6.143.460 255.076 5.888.384

Die Rückstellung für Prämienüberträge ergibt sich aus der Abgrenzung der Rückversicherungsprämie. Die Prämienüberträge orientieren sich an dem Zeitraum der Risikotragung und wurden nach den Aufgaben der Zedenten gestellt. In den Fällen, in denen keine Angaben vorlagen, wurden die Prämienüberträge nach geeigneten Methoden geschätzt. Prämie, die für Zeiträume nach dem Bilanzstichtag entrichtet ist, wurde erfolgswirksam abgegrenzt.

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Entwicklung der Rückstellung für Prämienüberträge

in TEUR 2008 2007
  Brutto Retro Netto Brutto Retro Netto
Bilanzwert zum 31.12. Vj. 1.186.382 92.322 1.094.060 1.581.034 339.096 1.241.938
Währungsumrechnung
zum 1.1.
-16.191 -499 -15.692 -131.539 -32.980 -98.559
Anfangsbestand zum 1.1. Gj. 1.170.191 91.823 1.078.368 1.449.495 306.116 1.143.379
Veränderungen im Konsolidierungskreis 1.866 1.328 538
Veränderungen 113.480 -59.193 172.673 -298.490 -227.511 -70.979
Portefeuilleeintritte/-austritte 31.608 94 31.514 -664 -108 -556
Währungsumrechnung
zum 31.12.
16.711 -4.319 21.030 36.041 13.825 22.216
Bilanzwert zum 31.12. Gj. 1.333.856 29.733 1.304.123 1.186.382 92.322 1.094.060

Die Angemessenheit der Versicherungsverbindlichkeiten aus unseren Rückversicherungsverträgen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Im Rahmen des Angemessenheitstests für versicherungstechnische Verbindlichkeiten werden den zukünftig zu erwartenden vertraglichen Leistungsverpflichtungen die zukünftig zu erwartenden Erträge gegenübergestellt. In der Vorgehensweise folgt die Hannover Rück der „Loss Recognition“ gemäß US GAAP. Sollten im Ergebnis des Tests die künftig zu erwartenden Erträge nicht ausreichen, um zukünftige Leistungen zu finanzieren, wird der gesamte Fehlbetrag erfolgswirksam erfasst, indem zunächst entsprechend des Fehlbetrags aktivierte Abschlusskosten abgeschrieben werden. Eine danach gegebenenfalls noch verbleibende Differenz wird als Zusatzreserve gestellt.