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7.7 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionszusagen entsprechen der Versorgungsordnung in der jeweils gültigen Fassung. Die Versorgungsordnung 1968 sieht eine Alters- und Invalidenrente sowie eine Witwen- und Waisenversorgung vor. Der Rentenanspruch ist dienstzeitabhängig; Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden angerechnet. Das Versorgungswerk wurde zum 31. Januar 1981 für Neueintritte geschlossen.

Zum 1. April 1993 (für leitende Angestellte zum 1. Juni 1993) ist die Versorgungsordnung 1993 in Kraft getreten. Nach dieser Versorgungsordnung werden Altersrente, Invalidenrente und Hinterbliebenengeld gewährt. Diese Regelung basiert auf der jährlichen Ermittlung von Versorgungsteilbeträgen, die mit 1 % bis zur Bemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung und mit 2,5 % oberhalb der Bemessungsgrenze des rentenfähigen Arbeitsverdienstes – in Abhängigkeit vom Gewinn des Unternehmens – mit 0,7 % bis 1 % bzw. 1,75 % bis 2,5 % ermittelt werden. Das Versorgungswerk wurde zum 31. März 1999 für Neueintritte geschlossen.

Seit 1997 besteht die Möglichkeit, Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht zu erlangen. Die in den Rückstellungen für Pensionsanwartschaften enthaltenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen werden nach der Verschmelzung mit der Gerling-Konzern Lebensversicherungs-AG, Köln, durch einen Versicherungsvertrag mit der HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln, zu unveränderten Bedingungen rückgedeckt.

Zum 1. Juli 2000 ist für den gesamten Konzern die Versorgungsordnung 2000 in Kraft getreten, nach der neuen Mitarbeitern, die zum Kreis der Begünstigten zählen, eine indirekte Zusage der HDI Unterstützungskasse gewährt wird. Dieses Versorgungswerk sieht Leistungen der Alters- und Invalidenrente sowie Hinterbliebenengeld vor.

Mit Wirkung vom 1. Dezember 2002 besteht für die Mitarbeiter des Konzerns die Möglichkeit, durch Mitgliedschaft in der HDI-Gerling Pensionskasse AG zu unveränderten Bedingungen im Wege der Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Die Leistungen der HDI-Pensionskasse AG werden für ihre Mitglieder und deren Hinterbliebene garantiert und umfassen die klassische Rentenversicherung auf Basis eines Bonussystems sowie die fondsorientierte Hybridrentenversicherung.

Neben diesen Versorgungsordnungen bestehen insbesondere für leitende Angestellte und Vorstandsmitglieder Einzelzusagen sowie Zusagen nach der Leistungsordnung des Bochumer Verbandes.

Die Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 „Employee Benefits“ (rev. 2004) nach der „Projected-Unit-Credit“- Methode gebildet. Es handelt sich dabei um leistungsorientierte Pensionspläne. Grundlage der Bewertung ist die geschätzte zukünftige Gehaltsentwicklung der Pensionsberechtigten. Die Diskontierung der Leistungsansprüche erfolgt unter Ansatz des Kapitalmarktzinses für Wertpapiere bester Bonität. Bei den Zusagen an inländische Mitarbeiter handelt es sich überwiegend um durch die Konzernunternehmen finanzierte Zusagen. Pensionsfonds bestehen nicht. Die passivierten Beträge werden unter den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen im In- und Ausland wurden nach einheitlichen Vorgaben der Talanx AG in Abhängigkeit von den jeweiligen ökonomischen Gegebenheiten berechnet.

Die Pensionsrückstellungen errechnen sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und beruhen auf den vom Hannover Rück-Konzern gewährten Zusagen für Alters-, Invaliden- und Witwenrenten. Die Zusagen orientieren sich an der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und der Höhe des Gehalts.

Der Berechnung der Pensionsrückstellungen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

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Bewertungsannahmen

in % 2008 2007
  Deutschland USA Australien Deutschland USA Australien
Abzinsungsfaktor 6,00 6,25 4,17 5,50 6,20 5,70
Erwartete langfristige Ver- zinsung des Planvermögens 7,50 7,00 7,50 7,00
Erwarteter Gehalts- und Karrieretrend 3,00 4,50 3,00 5,00
Anwartschaftsdynamik 2,25 3,00 3,00 1,75 3,00 3,50

Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie dessen Aufteilung in Pläne, die nicht über einen Fonds finanziert werden bzw. die ganz oder teilweise aus Fonds finanziert sind, stellen sich wie folgt dar:

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Veränderung des Anwartschaftsbarwerts

in TEUR 2008 2007
Anwartschaftsbarwert am Anfang des Gj. 79.135 77.400
Laufender Dienstzeitaufwand des Gj. 2.789 2.722
Zinsaufwand 4.009 3.654
Gehaltsumwandlungen Arbeitnehmer 13 632
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) -2.940 -3.450
Währungsumrechnung -1.246 -160
Gezahlte Pensionen -1.852 -1.662
Unternehmenszu- und -abgänge sowie sonstige Bewegungen 70
Plankürzungen -71
Anwartschaftsbarwert am Ende des Gj. 79.908 79.135
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Finanzierung der leistungsorientierten Verpflichtung

in TEUR 2008 2007
Anwartschaftsbarwert aus nicht fondsfinanzierten Plänen 78.759 70.710
Anwartschaftsbarwert aus ganz oder teilweise fondsfinanzierten Plänen
(vor Abzug des Zeitwerts von Planvermögen)
1.149 8.425
Anwartschaftsbarwert am Ende des Gj. 79.908 79.135
Zeitwert des Planvermögens 7.051 9.372
Finanzierungsstatus
(Barwert der erdienten Pensionsansprüche abzüglich Fondsvermögen)
72.857 69.763

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

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Veränderung des Planvermögens

in TEUR 2008 2007
Zeitwert am Anfang des Gj. 9.372 7.302
Erwarteter Ertrag auf Planvermögen 544 577
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) -1.830 -281
Währungsumrechnung -1.265 -190
Beiträge der Arbeitgeber 287 1.843
Gezahlte Beiträge der Planteilnehmer 13 132
Gezahlte Pensionen -70 -11
Zeitwert des Planvermögens am Ende des Gj. 7.051 9.372

Die Struktur des dem Planvermögen zugrunde liegenden Kapitalanlageportefeuilles setzt sich wie folgt zusammen.

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Portefeuillestruktur des Planvermögens

in % der Planvermögen 2008 2007
Aktien 7 7
Sonstiges 93 93
Gesamt 100 100

Im Zeitwert des Planvermögens sind zum Bilanzstichtag Beträge in Höhe von 1,4 Mio. EUR (1,5 Mio. EUR) für eigene Finanzinstrumente enthalten.

Die tatsächlichen Verluste aus dem Planvermögen belaufen sich im Berichtsjahr auf -1,1 Mio. EUR, im Vorjahr wurden tatsächliche Erträge aus dem Planvermögen in Höhe von 0,2 Mio. EUR verzeichnet.

Die nachfolgende Tabelle leitet den Finanzierungsstatus, der sich aus der Differenz zwischen Anwartschaftsbarwert und Planvermögen errechnet, auf die zum Stichtag bilanzierte Pensionsrückstellung über.

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Überleitung auf die Netto-Pensionsrückstellung

in TEUR 2008 2007
Anwartschaftsbarwert am Ende des Gj. 79.908 79.135
Zeitwert des Planvermögens am Ende des Gj. 7.051 9.372
Finanzierungsstatus 72.857 69.763
Noch nicht getilgte versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) -650 -2.662
Netto-Pensionsrückstellungen zum 31.12. Gj. 72.207 67.101

Die bilanzierte Pensionsrückstellung hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

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Entwicklung der Pensionsrückstellung

in TEUR 2008 2007
Netto-Pensionsrückstellung zum 31.12. Vj. 67.101 64.559
Währungsumrechnung -130 24
Aufwand des Geschäftsjahres 7.367 5.930
Gehaltsumwandlungen Arbeitnehmer 500
Umbuchung 70
Gezahlte Beiträge -348 -2.021
Gezahlte Pensionen -1.783 -1.651
Übrige -310
Netto-Pensionsrückstellungen zum 31.12. Gj. 72.207 67.101

Die Netto-Pensionsaufwendungen für die Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

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Zusammensetzung der Netto-Pensionsaufwendungen

in TEUR 2008 2007
Laufender Dienstzeitaufwand des Gj. 2.789 2.731
Zinsaufwand 4.054 3.669
Erwarteter Ertrag auf Planvermögen 607 598
Berücksichtigte versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) -1.116 -60
Auswirkungen von Plankürzungen oder -abgeltungen -15 -68
Gesamt 7.367 5.930

Bei der Bestimmung der erfolgswirksam zu erfassenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wird auch nach den Ergänzungen des IAS 19 das in dem Standard optional vorgesehene Korridorverfahren angewandt.

Die Netto-Pensionsaufwendungen sind in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 5,8 Mio. EUR (3,8 Mio. EUR) unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und in Höhe von 0,6 Mio. EUR (1,4 Mio. EUR) unter den sonstigen Aufwendungen sowie mit 1,0 Mio. EUR (0,7 Mio. EUR) in den sonstigen Kapitalanlageaufwendungen erfasst.

Versicherungsmathematische Erträge in Höhe von 0,1 Mio. EUR (0,4 Mio. EUR) wurden zum Bilanzstichtag in den übrigen, nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen erfasst.

Folgende Beträge wurden für das laufende und das vorangegangene Berichtsjahr im Rahmen der Bilanzierung der leistungsorientierten Pläne angesetzt:

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Angesetzte Beträge

in TEUR 2008 2007
Anwartschaftsbarwert 79.908 79.135
Zeitwert des Planvermögens 7.051 9.372
Überschuss (+)/Fehlbetrag (-) des Plans -72.857 -69.763
Erfahrungsbedingte Anpassung der Schulden des Plans -649 -3.410
Erfahrungsbedingte Anpassung der Vermögenswerte des Plans -374

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Hannover Rück aus den dargestellten Pensionsplänen Zahlungen in Höhe von 6,5 Mio. EUR (6,2 Mio. EUR).

Beitragsorientierte Pensionspläne

Neben den leistungsorientierten Pensionsplänen bestehen bei einigen Konzerngesellschaften beitragsorientierte Zusagen (sog. „defined contribution plans“) in Abhängigkeit von der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit sowie dem Einkommen oder der Höhe der Beitragsleistungen der Mitarbeiter. Der nach IAS 19.46 erfasste Geschäftsjahresaufwand für diese Zusagen beträgt 2,6 Mio. EUR (2,9 Mio. EUR), davon entfällt nur noch ein geringer Betrag auf Zusagen an Mitarbeiter in Schlüsselpositionen.