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8.3 Aktienorientierte Vergütung

Der Vorstand der Hannover Rück AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates per 1. Januar 2000 einen virtuellen Aktienoptionsplan eingeführt, der die Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten an bestimmte Führungskräfte vorsieht. Der Inhalt des Aktienoptionsplans richtet sich ausschließlich nach den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten. Zuteilungsberechtigt sind alle Mitglieder des Konzern-Führungskreises. Bei Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt sich kein Anspruch auf Lieferung von Aktien der Hannover Rückversicherung AG, sondern lediglich auf Zahlung eines an der Aktienkursentwicklung der Hannover Rück AG orientierten Barbetrages. Die Bilanzierung aktienbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich ist in IFRS 2 „Share-based Payment“ geregelt.

Aktienwert-Beteiligungsrechte wurden erstmals für das Geschäftsjahr 2000 zugeteilt und werden für jedes nachfolgende Geschäftsjahr (Zuteilungsjahr) gesondert zugeteilt, sofern die in den Bedingungen zur Gewährung von Aktienwert-Beteiligungsrechten festgelegten Erfolgskriterien erreicht werden.

Das interne Erfolgskriterium ist das Erreichen des vom Aufsichtsrat festgelegten Zielergebnisses, ausgedrückt in „Diluted Earnings per Share“ nach IAS 33 „Earnings per Share“ (EPS). Wird das Zielergebnis über- oder unterschritten, wird die zunächst gewährte vorläufige Basisanzahl entsprechend erhöht bzw. reduziert und ergibt die EPS-Basisanzahl. Das externe Erfolgskriterium ist die Entwicklung des Aktienkurses im Zuteilungsjahr. Hierfür gilt der ABN Amro Global Reinsurance Index (gewichtet) als Benchmark. Er beinhaltet die Entwicklung börsennotierter Rückversicherer der Welt. Entsprechend der Out- oder Underperformance dieses Index wird die EPS-Basisanzahl erhöht, jedoch maximal um 400 % der Basisanzahl, bzw. ermäßigt, aber maximal um 50 % der EPS-Basisanzahl.

Die Laufzeit der Aktienwert-Beteiligungsrechte beträgt jeweils zehn Jahre, beginnend mit dem Ablauf des betreffenden Zuteilungsjahres. Aktienwert-Beteiligungsrechte, die nicht bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit ausgeübt wurden, erlöschen. Die Aktienwert-Beteiligungsrechte dürfen erst nach einer Wartezeit und dann nur innerhalb von vier Ausübungszeiträumen pro Jahr ausgeübt werden. Die Wartezeit beträgt für 40 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die erste Tranche jedes Zuteilungsjahres) zwei Jahre, für jeweils weitere 20 % der Aktienwert-Beteiligungsrechte (die Tranchen zwei bis vier jedes Zuteilungsjahres) verlängert sich die Sperrfrist jeweils um ein weiteres Jahr. Jeder Ausübungszeitraum hat eine Dauer von zehn Börsenhandelstagen, beginnend jeweils mit dem sechsten Börsenhandelstag nach dem Tag der Veröffentlichung des Quartalsberichts der Hannover Rück AG.

Bei Ausübung eines Aktienwert-Beteiligungsrechts ist die Höhe des Differenzbetrages zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rück AG zum Zeitpunkt der Ausübung an den Berechtigten zu zahlen. Dabei entspricht der Basispreis dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rück AG an allen Börsenhandelstagen des ersten vollen Kalendermonats des jeweiligen Zuteilungsjahres. Maßgebend für den aktuellen Börsenkurs der Aktie der Hannover Rück AG zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienwert-Beteiligungsrechte ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Hannover Rück AG an den letzten zwanzig Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes.

Die Auszahlung ist auf einen Maximalbetrag begrenzt, der sich als Quotient aus dem im Zuteilungsjahr insgesamt zu gewährenden Vergütungsvolumen und der Gesamtzahl der in diesem Jahr zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte ergibt.

Im Falle der Kündigung des Anstellungsverhältnisses oder der Beendigung des Anstellungsverhältnisses infolge eines Aufhebungsvertrages oder einer Befristung besteht das Recht, alle Aktienwert-Beteiligungsrechte im ersten darauf folgenden Ausübungszeitraum auszuüben. In diesem Zeitraum nicht ausgeübte Aktienwert-Beteiligungsrechte und solche, deren Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, erlöschen. Der Eintritt in den Ruhestand, der Fall der Erwerbsunfähigkeit und der Fall des Todes der Führungskraft gelten für Zwecke der Ausübung nicht als Beendigung des Anstellungsverhältnisses.

Aus den Zuteilungen für die Jahre 2000, 2002 bis 2004 sowie 2006 und 2007 bestehen im Geschäftsjahr 2008 die in der folgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen. Für die Jahre 2001 und 2005 erfolgte keine Zuteilung:

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Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rück AG

  Zuteilungsjahr
  2007 2006 2004 2003 2002 2000
Ausgabedatum 28.03.2008 13.03.2007 24.03.2005 25.03.2004 11.04.2003 21.06.2001
Laufzeit 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Basispreis (in EUR) 34,97 30,89 27,49 24,00 23,74 25,50
Teilnehmer im Jahr der Ausgabe 110 106 109 110 113 95
Anzahl ausgegebener Optionen 926.565 817.788 211.171 904.234 710.429 1.138.005
Fair Value zum 31.12.2008 (in EUR) 2,45 2,86 4,48 3,62 3,43 1,73
Maximalwert
(in EUR)
10,79 10,32 24,62 8,99 8,79 5,49
Bestand an Optionen zum 31.12.2008 926.565 805.931 161.146 135.159 10.607 8.028
Rückstellung zum 31.12.2008 (in Mio. EUR) 0,79 1,63 0,69 0,50 0,04 0,01
Auszahlungsbeträge im Gj. 2008
(in Mio. EUR)
0,01 1,06 0,82 0,00
Aufwand im Gj. 2008 (in Mio. EUR) 0,79 -0,06 -0,77 -0,13 0,04 -0,03*
*Teilnehmer haben trotz Erreichens des Maximalwerts nicht alle ABR ausgeübt..

Im Geschäftsjahr 2008 ist für 100 % der für die Jahre 2000 und 2002, für 80 % der für das Jahr 2003 und für 60 % der für das Jahr 2004 zugeteilten Aktienwert-Beteiligungsrechte die Wartezeit abgelaufen. Ausgeübt wurden 93.747 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2002, 121.117 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2003 und 1.699 Aktienwert-Beteiligungsrechte des Zuteilungsjahres 2004. Die Summe der Auszahlungsbeträge betrug 1,89 Mio. EUR.

Der Bestand der Aktienwert-Beteiligungsrechte der Hannover Rück AG hat sich wie folgt entwickelt:

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Entwicklung des Aktienwert-Beteiligungsrechtsplanes der Hannover Rück AG

  Zuteilungsjahr
Anzahl Optionen 2007 2006 2004 2003 2002 2000
Ausgegeben 2001 1.138.005
Ausgeübt 2001
Verfallen 2001
Bestand 31.12.2001 1.138.005
Ausgegeben 2002
Ausgeübt 2002
Verfallen 2002 40.770
Bestand 31.12.2002 1.097.235
Ausgegeben 2003 710.429
Ausgeübt 2003
Verfallen 2003 23.765 110.400
Bestand 31.12.2003 686.664 986.835
Ausgegeben 2004 904.234
Ausgeübt 2004 80.137
Verfallen 2004 59.961 59.836 57.516
Bestand 31.12.2004 844.273 626.828 849.182
Ausgegeben 2005 211.171
Ausgeübt 2005 193.572 647.081
Verfallen 2005 6.397 59.834 23.421 25.974
Bestand 31.12.2005 204.774 784.439 409.835 176.127
Ausgegeben 2006
Ausgeübt 2006 278.257 160.824 153.879
Verfallen 2006 14.511 53.578 22.896 10.467
Bestand 31.12.2006 190.263 452.604 226.115 11.781
Ausgegeben 2007 817.788
Ausgeübt 2007 12.956 155.840 110.426 3.753
Verfallen 2007 8.754 13.019 38.326 10.391
Bestand 31.12.2007 809.034 164.288 258.438 105.298 8.028
Ausgegeben 2008 926.565
Ausgeübt 2008 1.699 121.117 93.747
Verfallen 2008 3.103 1.443 2.162 944
Bestand 31.12.2008 926.565 805.931 161.146 135.159 10.607 8.028
Ausübungsfähig 31.12.2008 93.991 10.574 10.607 8.028

Die Bewertung der bestehenden Aktienwert-Beteiligungsrechte erfolgt auf Basis des Black-Scholes-Optionspreismodells.

Den Berechnungen sind der Kurs der Hannover Rück-Aktie zum Stichtag 19. Dezember 2008 von 21,91 EUR, eine erwartete Volatilität von 34,54% (historische Volatilität auf Fünf-Jahres-Basis), eine Dividendenrendite von 0,00% und ein risikofreier Zinssatz von 1,96% für das Zuteilungsjahr 2000, 2,37% für das Zuteilungsjahr 2002, 2,56% für das Zuteilungsjahr 2003, 2,74% für das Zuteilungsjahr 2004, 3,06% für das Zuteilungsjahr 2006 und 3,20% für das Zuteilungsjahr 2007 zu Grunde gelegt worden.

Der durchschnittliche Fair Value je Aktienwert-Beteiligungsrecht beträgt für das Zuteilungsjahr 2000 1,73 EUR, für das Zuteilungsjahr 2002 3,43 EUR, für das Zuteilungsjahr 2003 3,62 EUR, für das Zuteilungsjahr 2004 4,48 EUR, für das Zuteilungsjahr 2006 2,86 EUR und für das Zuteilungsjahr 2007 2,45 EUR.

Auf dieser Basis beträgt die Rückstellung für das Geschäftsjahr 2008 3,7 Mio. EUR (5,7 Mio. EUR).