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Operationale Risiken

Hierunter verstehen wir die Gefahr von Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse sowie mitarbeiter- und systembedingter oder aber externer Vorfälle. Das operationale Risiko umfasst auch Rechtsrisiken. Operationale Risiken bestehen zum Beispiel in der Gefahr von Betriebsunterbrechungen, dem Versagen technischer Systeme oder resultieren aus gesetzwidrigen oder unautorisierten Handlungen. Aufgrund des breiten Spektrums der operationalen Risiken existiert eine Vielzahl unterschiedlicher, dem Risiko angepasster Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen.

Wesentliche Elemente der Risikosteuerung, zum Beispiel im Hinblick auf Betriebsunterbrechungen und auf das Versagen technischer Systeme, sind unsere Notfallpläne. Diese stellen die Kontinuität der wichtigsten Unternehmensprozesse und -systeme sicher (Wiederanlaufpläne, Ausweichrechenzentrum). Das bei der Hannover Rück genutzte flexible Arbeitsmodell der alternierenden Telearbeit ist unter anderem auch eine risikoreduzierende Maßnahme, da alternative Arbeitsplätze und eine entsprechende Infrastruktur dezentral vorgehalten werden. Zugleich schaffen wir hiermit auch die Möglichkeit einer Balance zwischen Familie und Beruf. Telearbeit – als wichtiger Bestandteil unserer Personalpolitik – reduziert damit durch attraktive Arbeitsbedingungen zugleich das Risiko eines potenziellen Verlusts von Kompetenzträgern.

Im Hinblick auf potenzielle gesetzwidrige oder unautorisierte Handlungen geben wir unseren Mitarbeitern und Partnern die Möglichkeit, gravierende Gesetzesverstöße, die die Hannover Rück betreffen, anonym über unser elektronisches Hinweisgebersystem anzuzeigen. Die Compliance-Stelle der Hannover Rück erhält über abgegebene Anzeigen Kenntnis, um Verdachtsmomenten nachgehen zu können. Sämtliche Hinweise werden mit höchster Vertraulichkeit behandelt.

Im Zusammenhang mit der Erkrankungswelle durch den A/H1N1-Virus hat die Hannover Rück verschiedene präventive Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter getroffen. Diese wurden unter anderem regelmäßig über die aktuelle Situation informiert. Zusätzlich fanden regelmäßige Treffen des Krisenstabes statt, der sich eingehend mit dem Thema Grippepandemie beschäftigt hat.

Instrumente wie externe und interne Kunden- und Mitarbeiterbefragungen, die linienunabhängige Überwachung des Risikomanagements durch die interne Revision sowie das interne Kontrollsystem runden das Spektrum ab.

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