IVC – unsere Spitzenkennzahl
Wir gehen für die Berechnung des IVC (Intrinsic Value
Creation) von folgender Formel aus:
Bereinigtes operatives Ergebnis – (alloziertes Kapital x
gewichtete Kapitalkosten) = IVC
| Ziele bis 2009 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsfeld | Eckdaten | Strategische Ziele | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 20051 |
| 1 Inkl. Finanz-Rückversicherung und Specialty Insurance | |||||||
| 2 EBIT/verdiente Nettoprämie | |||||||
| 3 750 Basispunkte über der risikofreien Rendite | |||||||
| 4 MCEV-Zuwachs auf Basis des adjustierten Vorjahres-MCEV nach Eliminierung von Kapitalveränderungen und Veränderungen aus Währungskurseffekten. | |||||||
| 5 Der MCEV zum 31. Dezember 2009 wird zeitgleich mit dem Finanzbericht für das erste Quartal 2010 auf unserer Homepage veröffentlicht. | |||||||
| 6 Der Rückgang des Neugeschäftswertes wurde durch drei Sondereffekte bedingt. Details können dem auf unserer Homepage veröffentlichten EEV-Bericht entnommen werden. | |||||||
| 7 Risikofreier Zins + Kapitalkosten | |||||||
| 8 Ohne Steuereffekt | |||||||
| Schaden-Rückversicherung | Kombinierte Schaden-/Kostenquote | ≤ 100 % | 96,6 % | 95,4 % | 99,7 % | 100,8% | 112,8 % |
| Großschadenquote (netto) | bis zu 10 % | 4,6 % | 10,7 % | 6,3 % | 2,3 % | 26,3 % | |
| EBIT-Rendite2 | ≥ 12,5 % | 14,0 % | 0,1 % | 14,6 % | 14,2 % | –0,7 % | |
| Personen-Rückversicherung | Bruttoprämienwachstum | 12–15 % | 44,5 % | 1,7 % | 10,4 % | 15,2 % | 11,4 % |
| EBIT-Rendite2 | 6,5–7,5 % | 9,1 % | 4,3 % | 8,2 % | 5,9 % | 4,1 % | |
| EBIT-Wachstum | 12–15 % | 208,4 % | –47,5 % | 64,7 % | 49,8 % | 21,4 % | |
| MCEV-Steigerung4 | ≥ 10 % | n.a.5 | 6,0 % | 20,1 % | 16,8 % | 6,7 % | |
| Steigerung des Neugeschäftswertes | ≥ 10 % | n.a.5 | 41,4 % | 65,7 % | –24,2 %6 | 54,8 % | |
| Konzern | Kapitalanlagerendite | ≥ 4,27 % | 4,0 % | 0,4 % | 4,6 % | 5,0 % | 4,4 % |
| Mindest-Eigenkapitalrendite | ≥ 11,1 %3 | 22,4 % | –4,1 % | 23,1 % | 18,7 % | 1,9 % | |
Triple-10-Target |
EBIT-Wachstum | ≥ 10 % | 69,9 % | –84,0 % | 13,2 % | 795,0 % | –82,9 % |
| Wachstum des Gewinns je Aktie | ≥ 10 % | –117,6 % | 8,3 %8 | 942,7 % | –82,4 % | ||
| Wachstum des Buchwerts je Aktie | ≥ 10% | 31,2 % | –15,5 % | 15,6 % | 11,4 % | 3,0 % | |
Das bereinigte operative Ergebnis setzt sich zusammen aus dem ausgewiesenen Konzernergebnis nach Steuern und der Veränderung der Unterschiedsbeträge zwischen Barwerten und Bilanzansatz (jeweils eine Anpassung für die Schaden- und die Personen-Rückversicherung). Zudem werden Zinsen auf Hybridkapital, anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis und außerordentliche Gewinne und Verluste eliminiert. Unter alloziertem Kapital verstehen wir das Eigenkapital zuzüglich der Anteile anderer Gesellschafter, die Unterschiedsbeträge zwischen Barwerten und Bilanzansatz sowie das Hybridkapital. Die Verteilung des Kapitals auf die ergebnisverantwortlichen Einheiten erfolgt nach dem Risikogehalt des jeweiligen Geschäftes. Dabei wurden bisher die Risiken der selbstverwalteten Kapitalanlagen dem Geschäftsfeld Schaden-Rückversicherung zugeordnet, womit der stark negative Wert des Jahres 2008 begründet ist. Um zukünftig auch auf Gruppenebene zwischen dem Wertbeitrag aus Kapitalanlagen und Versicherungstechnik unterscheiden zu können, wird ab 2010 ein separater IVC für den Funktionsbereich Kapitalanlage dargestellt.
| Erwirtschaftete Wertbeiträge und Überrenditen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | |||||
| IVC in Mio. EUR |
xRoCA in % |
IVC in Mio. EUR |
xRoCA in % |
IVC in Mio. EUR |
xRoCA in % |
IVC in Mio. EUR |
xRoCA in % |
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| 1 2005 bis 2007 basieren die Barwertkomponenten auf dem European Embedded Value (EEV), ab 2008 auf dem Market Consistent Embedded Value (MCEV). | ||||||||
| Schaden-Rückversicherung | –458,7 | –8,0 | 185,6 | +3,2 | 242,4 | +4,4 | –101,1 | –1,9 |
| Personen-Rückversicherung1 | 105,9 | +11,2 | 193,0 | +28,8 | 174,9 | +40,1 | 149,1 | +35,7 |
| Konsolidierung | 14,4 | 34,9 | –11,1 | –13,4 | ||||
| Konzern | –338,3 | –5,0 | 413,5 | +6,4 | 406,2 | +6,8 | 34,7 | +0,6 |
Für die Ermittlung der Kapitalkosten gehen wir bislang für die Eigenkapitalkosten auf der Grundlage eines CAPM (Capital Asset Pricing Model)-Ansatzes davon aus, dass die Opportunitätskosten des Investors 450 Basispunkte über dem risikofreien Zinssatz liegen. Oberhalb dieses Zinssatzes wird Wert geschaffen. Die Definition unserer Ziel-Eigenkapitalrendite mit 750 Basispunkten über „risikofrei“ beinhaltet damit bereits eine nicht unerhebliche Ziel-Wertschöpfung. Die Unterschiedsbeträge zu den Barwerten werden mit den zugrunde liegenden Zinssätzen verzinst, das Fremdkapital mit den tatsächlich gezahlten Zinsen für unser Hybridkapital. Gewichtet nach der Zusammensetzung des oben definierten allozierten Kapitals errechnen sich aus diesen Zinssätzen die gewichteten Kapitalkosten, die für alle ergebnisverantwortlichen Einheiten gelten. Wir setzen Eigenkapital sparsam ein und nutzen das Hybridkapital sowie die sonstigen Eigenkapital-Substitute effizient; daher haben wir geringe gewichtete Kapitalkosten auch im Vergleich zu unseren Wettbewerbern (6,8 % im Jahr 2008).
Da der Vergleich von absoluten Beträgen nicht immer aussagekräftig ist, haben wir zusätzlich zum IVC den xRoCA (Excess Return on Capital Allocated = Überrendite auf das allozierte Kapital) eingeführt. Dieser stellt den IVC im Verhältnis zum allozierten Kapital dar und zeigt uns die relative Überrendite, die über die gewichteten Kapitalkosten hinaus erwirtschaftet wird. IVC und xRoCA für das Berichtsjahr kommunizieren wir nach ihrer Ermittlung im zweiten Quartal u. a. auf unserer Website.
